Lycopodium

Andere Namen: Lycopodium, Bärlapp


Ausgangssubstanz: Pollen des Bärlappmooses

Typische Potenzen:  Lycopodium wird bei Kindern häufig in den Potenzen D6 und D12 sowie in den Potenzen C30 oder C200 angewendet.

Hauptanwendung: Bauchschmerzen, Erkältungen, Mandelentzündung, Mittelohrentzündung, Dreimonatskoliken

Wirkung: Lycopodium wirkt vor allem auf den Magen-Darm-Trakt und die Atemwege.

Anwendung: Lycopodium wird hauptsächlich bei Blähungen eingesetzt. Die Kinder haben einen aufgeblähten und sehr berührungsempfindlichen Bauch sowie eine auffällige Verschlechterung zwischen 16 und 20 Uhr.

Lycopodium wird bei Infektionskrankheiten eingesetzt, die nur auf der rechten Seite auftreten oder rechts beginnen und erst dann auf die linke Seite wechseln.


Schnupfen

Die Nase ist verstopft und fühlt sich trocken an. Aus der Nase quillt dicker Schleim. Die Kinder wachen nachts auf, weil sie durch die Nase keine Luft bekommen. Lycopodium ist besonders bei Säuglingsschnupfen angezeigt.


Halsschmerzen

Die Halsschmerzen beginnen zunächst auf der rechten Seite und wechseln dann auf die linke Seite. Die Kinder verspüren den Zwang, ständig zu schlucken.


Mandelentzündung

Bei einer Mandelentzündung ist am Anfang die rechte Seite von der Entzündung betroffen, erst im weiteren Verlauf der Infektion sind beide Seiten betroffen. Ständig müssen die Kinder aufgrund eines Kloßgefühls im Hals schlucken.


Bauchschmerzen

Die Kinder haben großen Hunger und Appetit, sind jedoch bereits nach ein paar Bissen satt oder klagen über Bauchschmerzen. Sie haben ein übergroßes Verlangen nach Süßigkeiten, süßen Getränken und süßen Speisen. Die Süßigkeiten werden jedoch nicht vertragen. Direkt nach dem Essen bekommen die Kinder schmerzhafte Blähungen und einen aufgeblähten Bauch. Besonders schlimm sind die Blähungsbeschwerden nach dem Verzehr von Zwiebeln, Kohl oder anderen blähenden Nahrungsmitteln.


Blasenentzündung

Die Blase ist recht häufig gereizt oder entzündet. Die Kinder müssen öfter auf die Toilette als sonst. Besonders während der Nacht geht reichlich Urin ab. Möglicherweise ist der Urin blutig oder die Kinder schreien vor dem Wasserlassen.


Dreimonatskoliken

Typischerweise schreien die Kinder besonders schlimm zwischen 16 und 20 Uhr. Der Bauch ist aufgetrieben und sehr empfindlich gegenüber Berührung. Die Beschwerden bessern sich, sobald die Blähungen abgehen und wenn die Eltern das Kind herumtragen.


Mittelohrentzündung

Die Kinder haben häufiger Mittelohrentzündungen, welche jeweils das rechte Ohr betreffen.


Hautausschlag

Die Kinder haben ein Ekzem nur auf der rechten oder überwiegend auf der rechten Körperhälfte. Besonders betroffen sind die Kopfhaut und der Bereich hinter dem rechten Ohr. Der Ausschlag geht mit starkem Juckreiz einher, welcher durch Wärme und warme Kleidung verschlimmert wird.


Verstopfung

Die Kinder haben vor dem Stuhlgang starke Schmerzen. Der Stuhl ist hart und trocken. Wärme und warme Anwendungen verschlimmern die Beschwerden.


Erscheinungsbild: Lycopodium wirkt schüchtern und zurückhalten. Die Kinder sind in einer fremden Umgebung sehr vorsichtig und bisweilen sogar sehr ängstlich. Zuhause und in anderen vertrauten Umgebungen können sie jedoch sehr dominant und herrisch auftreten. So kann es sein, dass sich die Kinder in der Schule nicht trauen, den Lehrer anzusprechen, weil sie sich so unsicher fühlen und zuhause in der sicheren Umgebung kommandieren sie die Eltern oder die Geschwister herum.

Nebenwirkungen

Lycopodium sollte bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Bärlappsporen erst in Potenzen ab D6 beziehungsweise C3 eingenommen werden.

Zu Beginn einer Behandlung kann es zu einer Verschlechterung der bestehenden Beschwerden kommen. In der Regel dauert diese Verschlimmerung nicht lange an und die Beschwerden bessern sich im Anschluss an die Erstreaktion.

Wird das Mittel zu lange oder zu häufig eingenommen, kann es zu einer sogenannten Arzneimittelprüfung mit dauerhafter Verschlechterung des Befindens kommen. Das Mittel sollte dann sofort abgesetzt werden.

Dosierung

Akute Beschwerden werden bei Kindern meist mit D-Potenzen behandelt. Lycopodium D6 wird drei bis fünfmal pro Tag gegeben. Sobald sich die Beschwerden bessern, wird das Mittel nicht mehr genommen. Lycopodium D12 wird je nach Bedarf ein- bis zweimal täglich gegeben.

Höhere C-Potenzen werden zur Behandlung chronischer Beschwerden gegeben. Therapeuten geben diese Potenzen in Abständen von Wochen bis Monaten. Diese Potenzen eignen sich nicht zur Selbstbehandlung.

Verbesserung

  • Warmes Essen und warme Getränke
  • Bewegung
  • Frische Luft
  • Lockern der Kleidung bei Bauchschmerzen

Verschlechterung

  • Wärme
  • Morgens
  • 16 bis 20 Uhr
  • Enge Kleidung am Bauch bei Blähungsbeschwerden
  • Süßigkeiten
  • Blähende Nahrungsmittel (Kohl, Zwiebeln, Bohnen, Erbsen)

 

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