Tuberculinum

Andere Namen: Tuberculinum bovinum, Nosode tuberculinum bovinum, Tuberculinum GT, Tuberculinum Koch

Ausgangssubstanz: Tuberculin-Nosode

Typische Potenzen: Tuberculinum wird meist in den Potenzen D6 und D12 angewendet. Therapeuten verordnen häufig die Potenzen D200, C200 und C1000. Diese Potenzen eignen sich nicht zur Selbstbehandlung

Hauptanwendung: Infektanfälligkeit, Erkältungen, Nachtschreck, Asthma, Neurodermitis, Ekzem

Wirkung: Tuberculinum wirkt auf die Atemwege, die Haut, das zentrale Nervensystem und die Zähne

Anwendung: Tuberculinum wird bei Kindern in der Regel zur Behandlung von Erkältungen und einer allgemeinen Infektanfälligkeit angewendet. Gelbgrüne Absonderungen und eine Besserung bei windigem Wetter sind typisch für die Beschwerden.


Fieber

Bei Erkältungen bekommen die Kinder oft Fieber. Dieses hält lange an und ist nachmittags am höchsten. Während des Fiebers sind die Kinder ungewöhnlich redselig.


Asthma

Anfälle von Atemnot werden durch den Kontakt mit Tieren und Pollen sowie durch körperliche Anstrengung ausgelöst. Das Asthma bessert sich an der frischen Luft. Besonders Wind hat eine positive Wirkung auf die Atemnot.


Mittelohrentzündung

Entzündung des Mittelohres mit lange anhaltendem und übelriechendem Ausfluss. Während der Nacht sind die Schmerzen unerträglich.


Husten

Der Husten ist zunächst trocken und klingt abgehackt. Später husten die Kinder dicken und gelbgrünen Auswurf ab. Der Husten verschlimmert sich an der frischen Luft und während der Nacht. Auffällig ist eine Verbeserung bei windigem Wetter.


Schnupfen

Schnupfen mit dickem, gelbem oder gelbgrünem Sekret.


Hautausschlag

An verschiedenen Körperstellen können Hautausschläge auftreten. Der Ausschlag zeigt häufig eine Ringform und juckt stark. Der Juckreiz ist besonders schlimm während der Nacht, beim Ausziehen und in kalter Luft. Wenn sich die Kinder kratzen, verschwindet an dieser Stelle zwar der Juckreiz, an anderer Stelle erscheint er jedoch wieder. Ursache der Hautausschläge sind häufig der Verzehr von Milch oder Milchprodukten.


Kopfschmerzen

Kopfschmerzen nach körperlicher und geistiger Anstrengung. Bevor die Kopfschmerzen auftreten, haben die Kinder manchmal Sehstörungen oder ein auffälliges Hungergefühl.


Menstruationsbeschwerden

Die erste Monatsblutung ist verzögert. Die Menstruation kommt dann in zu kurzen Abständen, dauert zu lang an und ist zu stark. Vor Einsetzen der Blutung haben die Mädchen schmerzhaft geschwollene Brüste.


Nachtschreck

Die Kinder schlafen gut ein und können dann auch ein paar Stunden ruhig schlafen. In der zweiten Nachthälfte wachen Sie mit großer Angst auf.


Angstzustände

Die Kinder haben viele Ängste. Sie fürchten sich vor Tieren, bei einem Gewitter und wenn sie alleine sind.


Zahnungsbeschwerden

Die Kinder leiden während der Zahnung unter Beschwerden wie Durchfall oder Fieber. Es kann sein, dass bei ihnen zu wenige oder zu viele Zähne angelegt sind. Auch Zahnfehlstellungen sind häufig.


Schlafstörungen

In der zweiten Nachthälfte knirschen die Kinder mit den Zähnen, werfen sich von einer Seite auf die andere und rollen mit dem Kopf hin und her. Sie erwachen plötzlich und haben großen Angst.


Schwitzen

Die Kinder schwitzen stark im Schlaf. Der Schweiß ist kalt, klebrig, stinkt und färbt die Bettwäsche gelb.


Bettnässen

Die Kinder nässen während der Nacht ein. Sie sind nicht aufzuwecken und schlafen sogar weiter, während die Eltern sie auf die Toilette tragen.


Erscheinungsbild:

Tuberculinum wirkt unruhig, müde und nervös. Die Kinder sind mager und schnell erschöpft. Sie mögen weder körperliche noch geistige Anstrengung. Sie schwitzen sehr schnell und erkälten sich bei jedem Wetterwechsel. An der frischen Luft fühlen sie sich sofort besser.

Nebenwirkungen

Bislang sind keine Hinweise auf Nebenwirkungen bei der Einnahme von Tuberculinum bekannt. Am Anfang einer Behandlung können sich bestehende Beschwerden vorübergehend verschlechtern (Erstverschlimmerung). Wird das Mittel zu häufig und über zu lange Zeiträume eingenommen, ohne dass noch Symptome bestehen, kann es zu einer Arzneimittelprüfung mit deutlicher Verschlechterung des Befindens kommen.

Dosierung

Tuberculinum kann in der Potenz D6 bis zu dreimal pro Tag und in der Potenz D12 bis zu zweimal täglich gegeben werden. Sobald sich die Beschwerden bessern, erfolgt die Einnahme seltener und nur noch bei Bedarf.

Chronische Beschwerden werden mit hohen Potenzen behandelt. Diese werden im Abstand von mehreren Wochen einmalig von Therapeuten verordnet. Von einer Selbstbehandlung mit hohen Potenzen ist dringend abzuraten.

Verbesserung

  • An der frischen Luft
  • Bei geöffnetem Fenster
  • Bewegung

Verschlechterung

  • Bei Wetterwechsel
  • Vor einem Gewitter
  • In geschlossenen Räumen
  • Körperliche und geistige Anstrengung
  • Durch Milch und Milchprodukte

 

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